Warum die Huna-Prinzipien in Lebensübergängen hilfreich sind

Veröffentlicht am 21. September 2026 um 16:08

Warum die Huna-Prinzipien gerade in Zeiten der Veränderung Orientierung, Vertrauen und neue Kraft schenken können.

Lebensübergänge können uns tief verunsichern. Gleichzeitig tragen sie eine besondere Kraft in sich. Denn wenn das Alte nicht mehr funktioniert, entsteht Raum für etwas Neues.

Huna als Orientierung in Lebensübergängen

Die Huna-Philosophie begleitet mich seit vielen Jahren. Die sieben Huna-Prinzipien sind für mich keine starren Regeln und schon gar keine fertigen Antworten auf die Fragen des Lebens. Ich erlebe sie vielmehr als eine innere Landkarte und Haltung.

In Zeiten der Veränderung können sie zu Rettungsringen werden, die uns Halt geben, wenn der vertraute Boden unter den Füssen wegzugleiten droht.

Und später können sie zu Lebensarchitekten werden: zu Impulsen, die uns dabei unterstützen, unser Leben bewusster und wahrhaftiger zu gestalten.

Denn ein Lebensübergang bedeutet nicht nur Abschied.

Er bedeutet auch Neuorientierung.

IKE – Die Welt ist das, wofür du sie hältst.

Und auch anders.

Unsere Erfahrungen und Geschichten bilden eine Brille, durch die wir die Welt sehen.

Wir gegen uns Überzeugungen hin, die uns im Dramadreieck festhalten, mal als Opfer der Umstände - mal als Täter und Verursacher der Misere. Aussagen wie diese kreisen in unserem inneren Gedankenkarrussel.

„Ich bin gescheitert.“ „Ich werde nicht mehr gebraucht.“ „Jetzt ist es zu spät.“ „Was soll denn noch kommen?“

Und sie fühlen sich wie Tatsachen an.

IKE lädt uns ein, genauer hinzuschauen und uns zu fragen:

Ist das wirklich die einzige Wahrheit?

Oder ist es eine Geschichte, die aus unseren bisherigen Erfahrungen entstanden ist?

Gerade in einem Lebensübergang kann diese Perspektive zu einem Rettungsring werden.

Denn vielleicht ist das Ende eines Kapitels nicht das Ende unserer Geschichte.

Vielleicht ist es nur das Ende einer bestimmten Vorstellung davon, wie unser Leben sein sollte.

Und plötzlich entsteht Raum für eine andere Möglichkeit.

KALA – Freiheit beginnt mit Loslassen

Loslassen bedeutet nicht immer, etwas nicht mehr zu lieben. Noch bedeutet es, in der Leere zu versinken.

Manchmal bedeutet Loslassen, eine Vorstellung davon aufzugeben, wie etwas sein muss.

Wie ich sein muss. Wie mein Leben aussehen sollte. Welche Erwartungen ich erfüllen sollte. Welche Rolle ich spielen sollte.

KALA erinnert mich daran, dass Freiheit oft dort beginnt, wo wir aufhören, uns selbst in alte Formen zu pressen.

Gerade bei einer Neuorientierung lohnt sich deshalb die Frage:

Was darf ich zurücklassen?

Und ebenso:

Wovon möchte ich mich befreien, damit etwas Neues entstehen kann?

Das kann eine alte Rolle sein. Ein Glaubenssatz. Eine Erwartung. Eine Vorstellung davon, wer wir zu sein haben.

Loslassen schafft nicht einfach Leere. Der Anfang steckt stets in der Leere.

MAKIA – Energie folgt der Aufmerksamkeit

Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?

Auf das, was nicht mehr funktioniert? Auf meine Angst? Auf das, was ich verloren habe? Oder auch auf das, was noch möglich ist?

Das bedeutet nicht, Schwieriges schönzureden.

Es bedeutet, bewusst zu werden, wohin unsere Lebensenergie fliesst.

Gerade in einem Übergang ist das entscheidend.

Wenn wir ständig auf das schauen, was vorbei ist, bleibt ein Teil unserer Kraft dort gebunden und ermüdet uns.

Wenn wir beginnen, auch das Neue wahrzunehmen – vielleicht zunächst nur als kleinen Gedanken, einen Wunsch, ein Gefühl oder eine leise Sehnsucht – verändert sich etwas.

Noch ist vielleicht kein Weg sichtbar. Lassen wir uns ins Ungewisse fallen, kann eine erste Vorahnung auftauchen.

MANAWA – Jetzt ist der Moment der Kraft

In Zeiten der Veränderung möchten wir oft möglichst schnell wissen, wie es weitergeht.

Was wird aus mir? Was soll ich tun? Wo werde ich in einem Jahr stehen? Doch unser Leben findet immer im Hier und Jetzt statt.

Jetzt.

MANAWA lädt uns ein, nicht sofort alle Antworten finden zu müssen.

Vielleicht reicht für heute:

Was ist jetzt wahr?

Was brauche ich jetzt? Was möchte durch mich gesehen werden? Was ist der nächste kleine Schritt? Der gegenwärtige Moment ist nicht nur eine Zwischenstation. Er ist der Ort, an dem Veränderung tatsächlich geschehen kann.

ALOHA – ich sehe das Schöne und liebe, was ist

Aloha wird oft mit Liebe übersetzt.

Für mich bedeutet es auch Verbundenheit, Wertschätzung und das Anerkennen dessen, was ist.

Auch meiner eigenen Geschichte.

In einem Lebensübergang können wir sehr hart mit uns werden.

Wir vergleichen uns. Wir fragen uns, warum wir nicht schon weiter sind. Warum wir nicht stärker sind. Warum andere scheinbar mühelos ihren Weg finden.

ALOHA erinnert uns daran, dass wir uns selbst auch in unsicheren Zeiten mit Wohlwollen begegnen dürfen.

Wir müssen nicht zuerst wieder funktionieren, um wertvoll zu sein.

Wir dürfen mitten im Dazwischen Mensch sein.

Mit unseren Fragen. Mit unserer Müdigkeit. Mit unserer Sehnsucht. Mit allem, was noch nicht geklärt ist.

MANA – Die eigene Kraft wiederentdecken

Vielleicht ist MANA eines der kraftvollsten Huna-Prinzipien für eine persönliche Neuorientierung.

Nicht, weil wir alles alleine schaffen müssten.

Sondern weil es einen Unterschied macht, ob wir uns ausschliesslich als Opfer der Umstände erleben oder wieder entdecken, wo unsere eigene Gestaltungskraft liegt. Wir können nicht alles kontrollieren. Wir können nicht verhindern, dass sich Türen schliessen. Wir können nicht jeden Verlust rückgängig machen. Aber wir können immer wieder fragen:

Was liegt jetzt in meiner Kraft?

Welchen nächsten Schritt kann ich gehen?
Welche Entscheidung kann ich treffen?
Was möchte ich lernen?
Was möchte ich in die Welt bringen?
Hier beginnt die Architektur des eigenen Lebens.

Mit einem ersten Stein.

PONO – Was ist für mich wirklich stimmig?

PONO lädt mich ein, immer wieder zu prüfen:

Was ist wirklich stimmig für mich?

Nicht:
Was wird von mir erwartet?

Nicht:
Was sieht nach aussen gut aus?

Nicht:
Was müsste ich eigentlich tun?

Sondern:
Was entspricht mir heute? Was dient meinem Leben? Was bringt mich näher zu mir selbst? Was ist jetzt wirklich wirksam?

Manchmal wechseln wir den Beruf, den Wohnort oder die Beziehung – und nehmen unsere alten Muster einfach mit.

Eine echte Neuorientierung darf deshalb tiefer gehen.

Sie darf uns zu der Frage führen:

Wer bin ich, wenn ich nicht mehr die Person sein muss, die ich bisher war?

Vom Rettungsring zum Lebensarchitekten

Hier sehe ich genau darin die besondere Kraft der Huna-Prinzipien in Lebensübergängen.

Am Anfang brauchen wir manchmal einen Rettungsring. Etwas, das uns daran erinnert:

Ich bin noch da. Ich darf atmen. Ich muss noch nicht wissen, wie es weitergeht. Ich darf den Boden verlieren, ohne mich selbst zu verlieren.

Und irgendwann merken wir vielleicht, dass wir den Rettungsring nicht mehr brauchen.

Dann beginnen wir zu bauen. Nicht zurück in das alte Leben.

Sondern nach vorne.
Mit den Erfahrungen, die wir gemacht haben.
Mit dem, was wir gelernt haben.
Mit unseren Wunden und unseren Fähigkeiten.
Mit unserer Sehnsucht.
Mit unserer inneren Wahrheit.

Dann werden die Huna-Prinzipien zu Lebensarchitekten.

Sie geben uns keinen fertigen Bauplan.

Sie erinnern uns daran, dass wir selbst mitgestalten dürfen.

Vielleicht wird der neue Weg nicht geradlinig.

Vielleicht wird er ganz anders, als wir gedacht haben.

Vielleicht entsteht etwas, das wir heute noch gar nicht erkennen können.

Ist das die Einladung eines Lebensübergangs?

Nicht sofort zu wissen, wer wir morgen sein werden.

Sondern den Raum dafür zu öffnen. Zu lauschen. Zu vertrauen.

Und Schritt für Schritt das Leben zu bauen, das unserer heutigen Wahrheit entspricht.

 

Huna und Lebensübergänge – ein Weg zurück in die eigene Kraft

Meine Erfahrungen mit Menschen in Übergängen haben mir gezeigt, dass mit den 7 Huna-Prinzipien eine neue Lebenshaltung eingenommen werden kann, die uns in unsere Schöpferkraft zurückführt.

Aus diesem Anlass habe ich eine viertägige Workshop-Serie entwickelt. Sie startet im Dezember 2026. 


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